Jan Schütte

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Abschied

The Farewell

Story

Ein ungewöhnlich heißer Sommer. Von Frauen umgeben, der Ehefrau Helene Weigel, der Tochter Barbara, der Assistentin Elisabeth Hauptmann, der alten Geliebten Ruth Berlau, der Schauspielerin Käthe Reichel und der Verehrerin Isot Kilian, verbringt Bertolt Brecht den letzten Ferientag im Sommerhaus an einem Brandenburger See. Der Tag geht dahin mit Schwimmen, Rauchen, Streiten, Essen, Schreiben, Schweigen.

Der Film über einen der letzten Tage im Leben des Dichters erzählt von Liebe, Hass, Leidenschaft, Ehrgeiz, Egozentrik, Hoffnung und Verrat, vom Kampf des alternden Brecht um eine Zukunft, an der er nicht mehr teilhaben wird.

Jan Schütte über Abschied:

Indem wir die Geschichte auf einen Tag konzentriert haben, war die große Herausforderung, das ganz Einfache und das ganz Komplexe unter einen Hut zu bekommen. Es ist ein wunderschöner Spätsommertag, an dem die Hölle stattfindet. Die Figuren sollten kompromisslos sein und sehr komplex, und trotzdem sollte es ein einfacher Film werden. Brechts Situation wirft die Frage auf, die er selbst oft in seinen Stücken diskutiert hat: wie weit darf ein Künstler sich mit der Macht einlassen?