Jan Schütte

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Love Comes Lately

Synopsis

Though approaching his eighties, Max Kohn shows no signs of slowing down. He pursues his love life ­ both real and imagined ­ with youthful vigor, thereby risking his relationship to Reisel, the woman he loves but neglects. As the line between Max and his stories begin to blur, he plays out the eternal narrative of desire against the clatter of typewriter keys. Based on short stories by Nobel Prize-winning author Isaac Bashevis Singer, Love Comes Lately is a film about real and imagined longings, the never-ending dream of love and the power of fiction.

Zu Isaac Bashevis Singer

Isaac Bashevis Singer, (* 21. November 1902 (?) in Leoncin, Polen; † 24. Juli 1991 in Miami, Florida) war Schriftsteller und wurde 1978 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Er schrieb in Jiddisch und in amerikanischem Englisch.

Isaac Bashevis Singer wurde als Isaac Hersch Zynger in Leoncin, einem kleinen, hauptsächlich von Juden bewohnten Dorf in der Nähe von Warschau geboren, als Sohn des dortigen Rabbiners. 1907 zieht die Familie nach Radzymin, an den Hof eines chassidischen Rabbiners, 1908 an die Krochmalnastraße im jüdischen Armenviertel von Warschau, damals die größte jüdische und jiddischsprachige Ansiedlung der Welt (1910 sind ca. 300.000, knapp 40% der 780.000 Einwohner, Juden). Die katastrophale Wirtschaftslage während des Weltkriegs zwingt die Familie, sich 1917 zu trennen. 1921 kehrt Singer wieder nach Warschau zurück, um sich zum Rabbiner ausbilden zu lassen. Er bricht die Ausbildung nach einem Jahr ab und zieht zu seinen Eltern in die Provinz. 1923 kehrt er nach Warschau zurück und fängt als Korrektor für eine moderne jiddische Zeitschrift an, wo er selber zu schreiben beginnt. Als Bashevis macht er sich früh einen Namen. Er hat gerade einen ersten Roman, Satan in Goraj, in Fortsetzungen veröffentlicht, als ihm der ältere Bruder 1935 die Einreisemöglichkeit nach Amerika verschafft.

Nach längeren Eingewöhnungsschwierigkeiten – sein autobiographischer Roman über diese Zeit heißt Verloren in Amerika – wird er ein produktiver und anerkannter jiddischer Autor, der vor allem im Forverts publiziert. Allgemein bekannt wird er jedoch erst mit der 1953 erschienenen amerikanischen Übersetzung seiner 1945 entstandenen Kurzgeschichte Gimpel der Narr durch Saul Bellow, worauf er allmählich als großer Erzähler wahrgenommen wird. 1974 erhält er den National Book Award für seinen Roman Feinde, die Geschichte einer Liebe, 1978, als erster und bis jetzt einziger jiddischer Schriftsteller, für sein Gesamtwerk den Literaturnobelpreis »für seine eindringliche Erzählkunst, die mit ihren Wurzeln in einer polnisch-jüdischen Kulturtradition universale Bedingungen des Menschen lebendig werden lässt« (Begründung für die Preisvergabe).

Singers Werk steht im Spannungsfeld zwischen Religion und Moderne, Mystizismus und rationaler Einsicht. Es speist sich ebenso aus seiner tiefen Verbundenheit mit der jüdischen Mystik, Ethik, Tradition und Folklore, wie aus seiner großen naturwissenschaftlichen Bildung und Vertrautheit mit den philosophischen Strömungen der Moderne.